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Ich möchte dir im Folgenden eine Sichtweise zeigen, die Ängste und Unsicherheiten auf natürlichem Wege verschwinden lässt und darüber hinaus, Menschen in allen Lebensbereichen positiv beeinflussen kann. Es ist die Grundhaltung die auch ich für mich verinnerlicht habe und die sich wie ein goldener Faden durch mein Leben zieht. Es geht um die Neugierde – ein unterschwätzter Schatz, der wahrlich Wunder bewirken kann.

 

Die Gier nach Neuem?

– Was bedeutet das eigentlich?
Es geht nicht um die Schnüffelei-Neugier. Und auch nicht um die kurzweilige Neugierde, wie sie bei Kindern oft zu finden ist, die schnell etwas wissen wollen und dann die Begeisterung verlieren. Es geht um die soziale Neugierde. Das Interesse und die Begeisterung für andere Menschen! Die Lust des Entdeckens am Gegenüber! Und das nicht nur auf körperlicher Ebene ………

 

Warum ist es so wichtig, Interesse zu haben?

Neugierige Menschen zeigen Interesse. Sie sind begeisterungsfähiger und somit auch motivierter. Wer neugierig an schwierige Situationen herangeht, lässt sich weniger vor Misserfolgen entmutigen sondern sucht und forscht gezielt nach Lösungen.
Auch William Shakespeare sagte bereit: „Lust verkürzt den Weg.“

Positive Nebenwirkungen von Neugierde:

– du bist plötzlich kommunikativ:

dir fallen plötzlich Fragen ein, die du dein Gegenüber stellen kannst
Du wirst immer einen Grund finden, ins Gespräch zu kommen
deine Gesprächsqualität nimmt im hohen Maße zu

– du wirkst sympathisch:

dein Gesprächspartner fühlt sich wertgeschätzt wenn du Interesse an ihm zeigst.
Menschen finden Menschen interessant, die sich für sie interessieren!

– Du entwickelst dich weiter:

dir fällt es leichter, deine Persönlichkeit zu entwickeln
du erweiterst deinen Wissensschatz, deine Erfahrungen,…

– du hast keine Ängste mehr:

du wirst keine Angst mehr vor anderen Menschen haben, da du Lust und Freude entwickelst, andere Menschen kennenlernen zu wollen. Dein Fokus ist nicht darauf gesetzt, was andere über dich denken könnten (du bist nicht in dich gekehrt). Dein Fokus ist stattdessen daraus gesetzt, was du noch alles entdecken kannst (du nimmst deine Umgebung neugierig wahr)

Es ist wissenschaftlich bewiesen!

Eine gesunde Neugierde fördertdie soziale Nähe und die Persönlichkeitsentwicklung nachweislich.
In einem Experiment der Universität in Bufallo konnte von den Psychologen Todd D. Kashdan und Paul Rose die Wichtigkeit der Neugierde in Bezug auf die soziale Kontaktfähigkeit getestet werden.
Mit dem sogenannten CEI-Wert, den Neugier-Pegel lässt sich bestimmen, wie leicht in eine Person die Neugierde geweckt werden kann.
Für das Experiment wurden von 99 Probanden erst der Neugier-Pegel gemessen um sie dann in Zweiergruppen zu setzen. Nun hatten die Probanden die Aufgabe sich miteinander zu unterhalten. Die Themen wurden nicht vorgegeben und konnten vom belanglosen Smalltalk bis hin zu einem intimen Gespräch führen.
Das Ergebnis war eindeutig: die Probanden mit einem hohen Neugier-Pegel haben viel schneller und viel leichter eine engere Bindung zu ihrem Gegenüber aufbauen können.
Dies führte dazu, dass engere Kontakte geknüpft wurden und es den neugierigen, interessierten Menschen sehr leicht fiel, soziale Beziehungen herzustellen- denn sie gaben sich nicht mit einer oberflächlichen Gesprächsführung zufrieden und interessierten sich stark für ihr Gesprächspartner.
Das Fazit ist, dass Menschen, die sich für ihr Gegenüber interessieren und in tiefere Gespräche kommen, nachweislich erfolgreicher soziale Kontakte herstellen können und ihr eigene persönliche Entwicklung fördern.

 

 

Warum verlieren viele Menschen die Neugierde?

– Die falsche Bedeutung:

In unserer heutigen Gesellschaft wird die Neugierde von manchen Menschen fälschlicherweise mit Naivität gleichgesetzt.

– Geprägt von (damaligen) Werten und Normen:

Auch im Berufsleben, wie bei Stellenausschreibungen, war die Neugierde verpönt – in einem Zeitalter in dem die Menschen „einfach zu funktionieren“ hatten und Fragen nicht erwünscht waren.
Daraus resultierten viele negative Glaubenssätze, die eine natürlich-neugierige Haltung im Leben blockieren. Aber auch negative Erlebnisse in Partnerschaft oder Erziehung, können dazu führen, dass Neugierde nur noch mit großer Vorsicht genossen oder gar vermieden wird. Oft ist es die Angst vor Konsequenzen, die dann im Hintergrund lauert.

– Bedürfnis nach Sicherheit:

Bequeme und ängstliche Menschen neigen dazu, sich in ihrer Komfortzone aufzuhalten um mögliche (unerwünschte) Veränderungen zu vermeiden. Daraus resultiert eine starke Hemmung der Neugierde, was wiederum eine grundsätzliche Entwicklung verhindert.

Heute ist es jedoch anders und Neugierde gehört vor allem im Beruf zu einer der wertgeschätzten Erfolgseigenschaften des Menschen.
Wir leben in einer Welt, in der es immer mehr darum geht, sich für Veränderungen zu öffnen, flexibel und aufgeschlossen zu sein und lebenslang lernen zu können.

 

Wie lerne ich neugierig zu werden?

Sicherlich bist du öfters neugierig als dir bewusst ist.
Wie würdest du reagieren, wenn du in einer Bar am Tresen sitzt und du plötzlich neben dir das Wort Geheimnis hörst. Oh ja… ein…. Geheimnis….

Die meisten würden vermutlich hellhörig werden und vor allem – neugierig!
Wenn wir im Internet surfen und mal wieder auf einen banalen Artikel klicken, weil die Überschrift so interessant war, …. was ist es was uns antreibt? ….Ist es nicht die ….Neugierde?
Die Kunst ist es, das Interessengebiet zu erweitern. Die alltägliche Begeisterungsfähigkeit bewusst wahrzunehmen und auf andere Lebensbereiche zu übertragen und sie bestenfalls als Grundhaltung im Leben zu verinnerlichen!
Wie du dir eine gesunde Neugierde und somit auch Begeisterungsfähigkeit bewusst aneignen kannst,
erfährst du im zweiten Teil der Neugier-Artikels.

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