Wir kommunizieren nicht nur mit unseren Worten, sondern auch mit unserem Körper. Wenn wir uns klein machen, nach unten schauen und die Schultern nach vorne fallen lassen, signalisieren wir anderen Desinteresse und wirken eventuell ängstlich.
Aber wollen wir nicht lieber selbstbewusst und interessiert wirken?

Zudem hat unsere Körpersprache einen unmittelbaren Einfluss auf unseren Gemütszustand.
Wenn wir eine ungünstige Körperhaltung einnehmen, fällt es uns ganz leicht, uns schlecht zu fühlen. Andersherum, wird es uns viel schwerer fallen, auf schlechte Gedanken zu kommen, wenn wir eine positive, offene und aufrechte Körperhaltung einnehmen.
Ja, und auch wenn wir lächeln, dann beeinflusst es unsere Laune!
Wir wirken nicht nur nach außen hin viel positiver und selbstbewusster, sondern fühlen uns auch so.

In meinem Artikel „Als ich beim Speed-Dating war“, gibt es zu diesem Thema auch eine kleine Geschichte.
Oft ist es so, dass wir uns nur angewöhnt haben, uns mit unserer Körpersprache „klein zu machen“. Aber wie wir wissen, können sich Gewohnheiten ändern! Daher möchte ich in diesem Artikel ein paar schnell anwendbare Tipps mitgeben, wie man sich ganz leicht eine aufrechte Körperhaltung angewöhnen kann.

Brust raus – Schultern nach hinten – Blick nach vorne – und lächeln!

 

 

1. Dein Vorbild:

Zu wissen und zu sehen, „wie“ eine gute Haltung sein soll, ist der erste Schritt zur Veränderung. Suche dir bewusst eine Person aus, die sich genauso aufrecht und offen bewegt, wie du es auch gerne würdest. Wo sind die Schultern? Wo sind die Hände? Was sind die ausschlaggebenden Merkmale? Schau dir Videos und Fotos an und mach es nach!

 

2. Dein klares Bild von der neuen Körperhaltung: 

Es ist sinnvoll den Unterschied wahrzunehmen: Stelle dich vor den Spiegel und nimm eine aufrechte, gerade Haltung ein (Brust raus, Schultern nach hinten). Und stell dir vor, wie sich eine selbstbewusste Person hinstellen würde. Nimm genau diese Position ein und mach dir den Unterschied sichtbar. Allein die Unterschiede einmal wahrzunehmen, wird einen positiven Effekt erzielen!

 

3. Nutze jede Gelegenheit im Alltag, deine Körperhaltung wahrzunehmen:

Im Alltag wirst du an Schaufenstern und Bussen vorbei laufen – und überall wirst du dich kurz spiegeln. Nutze die Gelegenheit für einen Körperhaltungs-Check. Achte darauf wie du gerade dastehst, wie du dich bewegst und wie es aussieht. Schaue so oft es geht in Spiegel und trainiere deine positive Körperhaltung.

 

4. Der Trick mit dem Gummiband:

Ein super Trick um sich neue Gewohnheiten anzueignen, ist das Gummiband! Schnapp dir eins aus dem Supermarkt oder frag eine Frau deines Vertrauens nach einem Haargummi (haha….) und zieh es über dein Handgelenk. Jedes Mal, wenn du bemerkst, dass du eine ungünstige Körperhaltung einnimmst, wechselst du das eine Band auf das andere Handgelenk. Witzig wird es vor allem, wenn du Freunden davon erzählst, und sie dich auch daran erinnern. Und vertrau mir, es hilft!

 

5. Lass dich von Freunden an die Körperhaltung erinnern:

Und da kommen wir zum nächsten Punkt. Deine Freunde. Sie sind aufmerksam und (bestenfalls) wohlwollend. Sag deinen Freunden und Bekannten, dass sie dich daran erinnern sollen, eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen.

 

6. Erzähle anderen von den Vorteilen und Effekten einer aufrechten Körperhaltung:

Nein, du sollst nicht klugscheißen. Aber du kannst im Smalltalk nebenher, von deinen Erfahrungen und Erlebnissen zu diesem Thema erzählen. Ist es nicht interessant zu wissen, dass unsere Emotionen sogar medizinisch messbar darauf reagieren, wie wir gerade stehen und ob wir lächeln? Umso öfter du dich mit dem Thema beschäftigst, umso schneller wirst du die positive, neue Gewohnheit für dich integrieren.

 

7. Für den Moment:

Bevor du jemanden ansprichst, reicht es schon darauf zu achten, die Schultern nach hinten zu nehmen, die Brust rauszustrecken, nach oben zu schauen und einen geraden Rücken zu halten.
Stell dir vor, du hast gerade ein wunderbares, ehrliches Kompliment bekommen. Dir geht es gut und du bist voller Stolz. Mit welcher körperlichen Haltung könntest du dieses Gefühl repräsentieren? Probiere es einfach einmal aus,… Stell es dir wirklich vor und schau was es mit dir macht.

 

8. Schweiß, Kraft und Ausdauer:

Vieles bewirkt eine starke Muskulatur von alleine. Daher kann ich jedem empfehlen Kraftsport zu machen! Und ja – Sport ist mit das beste Mittel für einen nachhaltigen, äußerlichen Effekt. Aber auch um auf schnellem Wege sich „gut und selbstbewusst“ zu fühlen. Wer ist nicht stolz auf sich, wenn er die Komfortzone überwunden hat?
Ein weiterer Vorteil: Der erste Eindruck zählt und es kommt immer gut an, sich sportlich und „bewusst“ zu präsentieren. Wie reagierst du, wenn du jemanden siehst, der „gut durchtrainiert“ oder zumindest sportlich aussieht?

Und wie sieht die Sache mit der Authentizität aus?

Es wird sich für dich am Anfang ungewohnt anfühlen, doch jede Veränderung ist es am Anfang. Authentisch kann alles sein, solange du dazu stehst. Vermutlich möchtest du nicht, dass es „gekünstelt“ auf andere wirkt, wenn du ungewohnterweise eine aufrechte Haltung einnimmst. Das ist völlig normal am Anfang. Du darfst du nicht aufgeben und musst am Ball bleiben.
Leg deine alte Gewohnheit ab und gewöhne dir die neue, positive Gewohnheit an. Easy.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, wie du dir die „neue Haltung“ nachhaltig angewöhnen kannst. Dazu gehört auch ein klassisches Training. Bei mir im Live-Coaching vor Ort trainiere ich mit meinen Klienten ebenfalls die bewusste, aufrechte Körperhaltung und bemerke die Unterschiede bereits nach einer Stunde Session! Wenn du Interesse hast an diesem Thema zu arbeiten, ich biete kostenlose Übungsabende in Berlin an. Schreib mir doch einfach eine E-Mail und du erhältst mehr Infos.
Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Bis dahin alles Gute!
Viel Spaß…!

 

Pin It on Pinterest